Studien zeigen, dass Gruppentherapie mindestens genauso wirksam sein kann, wie Einzeltherapie. Nach Irvin D. Yalom, einer der wichtigsten Forscher zur Gruppentherapie, entsteht nachhaltige Veränderung oft im zwischenmenschlichen Kontakt und durch korrigierende Beziehungserfahrungen in der Gruppe. Außerdem erleben viele Patient:innen im Rahmen der Gruppengespräche Entlastung durch das Gefühl, nicht allein zu sein. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass es bei Gruppentherapien zu deutlich kürzeren Wartezeiten kommt.

Eine Kombinationsbehandlung aus Gruppen- und Einzeltherapie ist möglich und oft sinnvoll. Welches Setting für Sie das Richtige ist, finden wir gemeinsam in einem ersten Gespräch heraus.

Kognitive Verhaltenstherapie im Gruppensetting - Raum für Verständnis. Zeit für Veränderung.

Mögliche Gruppentherapien in der Praxis

Aktuell werden drei verschiedene Gruppentherapien in der Praxis aufgebaut, über die Sie im folgenden mehr erfahren können. Alle Gruppen sind mit einer Anzahl von fünf bis maximal sieben Patient:innen bewusst klein gehalten, sodass neben dem Austausch untereinander auch individuelle Anliegen ihren Platz finden.

  • In dieser Gruppe finden Menschen mit depressiven Erkrankungen einen geschützten Raum für Unterstützung, Austausch und neue Perspektiven. Sie haben die Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnliche Erfahrungen machen und viele Ihrer Gefühle gut nachvollziehen können. Neben Informationen zu depressiven Erkrankungen stehen hilfreiche Strategien zur Bewältigung und Veränderung belastender Muster im Mittelpunkt. Auch persönliche und aktuelle Themen aus dem Alltag finden dabei ihren Platz.

  • Chronische Migräne geht häufig mit psychischer Belastung einher - z. B. durch das Gefühl von Kontrollverlust aufgrund von unvorhersehbaren Schmerzen. Studien zeigen, dass kognitive Verhaltenstherapie bei chronischer Migräne zu einer Verringerung der Anfallshäufigkeit und zur Verbesserung der Lebensqualität führen kann. Neben der Informationsvermittlung zu Migräne stehen Entspannungsverfahren, kognitive Techniken und der gegenseitige Austausch im Vordergrund dieser Therapie.

  • Gruppentherapien sind laut Studien neben der Medikation eine wirksame ergänzende Behandlungsmöglichkeit bei AD(H)S. In der Gruppe stehen das Erlernen von hilfreichen Strategien bei Impulsivität, Konzentrations- und Organisationsschwierigkeiten sowie die Stärkung des Selbstwertes und der Austausch untereinander im Vordergrund.

Ihr Weg in die Gruppentherapie

Kontaktaufnahme

Über das Kontaktformular auf dieser Website oder telefonisch nehmen Sie Kontakt auf und wir können erste Fragen klären sowie einen Termin für ein Erstgespräch (Psychotherapeutische Sprechstunde) vereinbaren. Diesen können Sie auch direkt über diese Website buchen. Eine Überweisung brauchen Sie dafür nicht.

Psychotherapeutische Sprechstunde

Diese findet im Einzelsetting statt. In der Sprechstunde lernen wir uns kennen, klären Ihre Anliegen, Ihre Erwartungen und offenen Fragen in Bezug auf die Gruppentherapie. Außerdem prüfen wir, ob ich für Ihr Anliegen die richtige Anlaufstelle bin und in welche Gruppe Sie passen könnten. Eine erste diagnostische Einschätzung wird vorgenommen. Es können bis zu drei Sprechstunden erfolgen.

Probatorische Sitzungen in der Gruppe

In den probatorischen Sitzungen können beide Seiten prüfen, ob sich eine Zusammenarbeit stimmig anfühlt. Außerdem können Sie einen Eindruck von der Gruppe und dieser Therapieform bekommen und für sich entscheiden, ob Sie eine Gruppentherapie beginnen möchten.

Beginn der Psychotherapie

Wenn wir uns für die Zusammenarbeit entschieden haben, stimmen wir einen individuellen Behandlungsplan anhand Ihrer Beschwerden und Ziele ab. Wir beantragen die Therapie bei Ihrer Krankenkasse und arbeiten in der Gruppe an Ihren Anliegen. In der Regel sehen wir uns wöchentlich. Eine Gruppensitzung dauert 100 Minuten.


Häufig gestellte Fragen zur Gruppentherapie

  • Eine Gruppentherapie ist generell für Menschen geeignet, die psychische Belastungen besser verstehen und bewältigen möchten und dabei vom Austausch mit anderen profitieren können. Sie kann unter anderem bei Depressionen, Ängsten, Stressbelastungen, Selbstwertthemen, ADHS sowie zwischenmenschlichen Schwierigkeiten hilfreich sein. In meiner Praxis biete ich Gruppen zu bestimmten Belastungsfeldern an: Depressionen, Migräne und ADHS. In einem Vorgespräch klären wir gemeinsam, ob das Gruppensetting für Ihr Anliegen passend ist.

  • Sie können mir über das Kontaktformular schreiben oder einen Termin für ein Gespräch vereinbaren. Schauen Sie sich gerne auch die Information “Ihr Weg in die Gruppentherapie” auf dieser Seite an.

  • Auch in der Gruppentherapie gilt selbstverständlich die therapeutische Schweigepflicht. Zudem verpflichten sich alle Teilnehmenden, persönliche Inhalte und Gespräche aus der Gruppe vertraulich zu behandeln und nicht nach außen zu tragen. So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Offenheit und Vertrauen möglich werden.

  • Die Dauer einer Gruppentherapie hängt vom individuellen Anliegen, den Therapiezielen und dem jeweiligen Behandlungskonzept ab. In der Regel findet die Gruppe wöchentlich statt und umfasst einen festgelegten Zeitraum mit mehreren Sitzungen (in den meisten Fällen starten wir mit 12 Sitzungen). In der ersten Sprechstunde besprechen wir gemeinsam, welcher Rahmen für Sie passend ist.

  • Ja, die Kosten werden vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Tarif und den Vertragsbedingungen der privaten Krankenversicherung. Häufig ist vor Beginn eine vorherige Klärung oder ein Antrag erforderlich. Gerne unterstütze ich Sie bei den notwendigen Unterlagen und empfehle, die Kostenübernahme vor Therapiebeginn direkt mit Ihrer Versicherung abzustimmen. Es ist auch möglich eine Gruppentherapie als Selbstzahler:in zu beginnen. Für alle privat Versicherten und Selbszahlenden wird die Therapie nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP) abgerechnet.

  • Ja, die Kosten für eine Sprechstunde werden von allen gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Tarif und den Vertragsbedingungen der privaten Krankenversicherung. Häufig ist vor Beginn eine vorherige Klärung oder ein Antrag erforderlich. Prüfen Sie Ihren Vertrag am besten, bevor Sie sich eine Sprechstunde buchen.
    Es ist auch möglich, eine Sprechstunde als Selbstzahler:in zu buchen. Für alle privat Versicherten und Selbszahlenden wird die Sprechstunde nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP) abgerechnet. Die Gebührenordnung finden sie hier.

  • Wenn Sie gesetzlich versichert sind, brauche ich beim ersten Gespräch Ihre Versichertenkarte. Sollten Sie Unterlagen von bisherigen Behandlungen haben, können Sie diese gerne mitbringen. Ansonsten benötigen Sie keine Unterlagen, auch keine Überweisung.

  • Das geht ganz unkompliziert über das Terminbuchungs-Tool “zeeg”. Nach der Terminbuchung erhalten Sie eine E-Mail mit allen relevanten Informationen. Dort können Sie gebuchte Termine auch absagen oder verschieben. Sie können mir aber auch eine Nachricht über das Kontaktformular schreiben. Dann melde ich mich bei Ihnen zurück. Wenn Termine kurzfristig (das heißt weniger als 24 Stunden vor dem Termin) abgesagt werden, behält sich die Praxis vor, ein Ausfallhonorar in Höhe von 60€ zu erheben.